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KOBA

Initiative für Empathie, Kunst & Theater

Koba

EMPATHIE

Miteinander zu tun haben

KUNST

Miteinander gestalten

THEATER

Miteinander erproben

Der Name KOBA bedeutet Schildkröte
und steht für den geschützten und zugleich mobilen Raum, den dieses Tier auf seinem Rücken überallhin mitbringt.
Es ist unser künstlerischer Ansatz, Raum für das zu schaffen, wofür zu wenig Raum ist.
WAS IST NOTWENDIG – WAS WENDET DIE NOT?
ist die Frage, die sich stellt.
Dabei setzen wir auf die Zusammenarbeit mit Menschen, die in Not sind. In Schulen, Kliniken, Einrichtungen des Maßregelvollzugs und der Jugendhilfe arbeiten wir miteinander an der Entwicklung künstlerischer Antworten auf schwerwiegende menschliche Probleme.

„Theater könn’ wir alle gut!“

Kevin

„Weil Kunst ist Leben und Leben ist Kunst!“

Lahcene

„Wir brauchen die Hände der ganzen Menschheit!“

Amy

„Das war das erste Mal, dass ich keine Angst hatte!“

Corvin

„Das ist wie Kehrwoche von innen!“

Klassenlehrer

„Theater kann alles ändern – sogar die Zeit!“

미스 이

Menschen

Christiane Zanger

Christiane Zanger

Figurentheaterregisseurin & Theatermusikerin

CELLOZEIT &
SCHAULEBENSRAUM

Christiane Zanger
Leonard Wanner

Leonard Wanner

Theatertherapeut & Figurenbauer

KUNSTPAUSE

Leonard Wanner
Susa Schmeel

Susa Schmeel

Philosophie &
Soziale Arbeit

TEXT & DOKUMENTATION

Susa Schmeel
Thilo Neubacher

Thilo Neubacher

Fotograf & Filmemacher

MEDIENPÄDAGOGIK

Thilo Neubacher


ART & WEISE

Notbefreuung

Wir wollen zwei Neuigkeiten mitteilen.
Eins: Jeder Mensch ist gestaltungsfähig.
Zwei: Das (Zusammen-)Leben ist gestaltbar.
Das Miteinander ist der Stoff, mit dem wir künstlerisch umgehen. Dabei stehen Bildende Kunst, Sprache, Musik und Theater gleich-gültig neben alltäglichen Tätigkeiten wie dem gemeinsamen Kochen und Essen und jeder Form der Gestaltung von Lebenszeit.

RAUM

Kunst & Theater sind wie der Schildkrötenpanzer dazu geeignet, Raum zu geben. Raum, der zugleich schützend und beweglich ist.
Beweglichkeit ist nötig, damit sich etwas ändern kann.
Schutz ist nötig, damit zum Ausdruck kommen kann, auf welche Bedrängnisse und Wünsche die Veränderung antworten soll.
Der künstlerisch gestaltete Raum eröffnet den vorherrschenden Wahrnehmungs-, Sprech- und Denkgewohnheiten ein „Andererseits“: Freiheit von Erwartungsdruck und Schutz vor Diskriminierung und Disziplinierung.
Der Theaterraum ermöglicht die Erprobung des Unerprobten und die konkrete Erfahrung eigener Gestaltungskraft.
Die Grundannahme der KOBArbeit ist, dass diese Erfahrung den Anfang aller möglichen zukünftigen Entwicklung darstellt.

FIGURENBAU & -SPIEL

Wenn wir miteinander ins Gespräch kommen wollen, brauchen wir immer Übersetzung.
Wie kann ich zum Ausdruck bringen, was mir wichtig ist und wie kann ich verstehen, was dir wichtig ist? Dabei hilft es, sich nicht nur auf die Worte zu verlassen - weil die so leicht zu Missverständnissen führen.
Deswegen spielen in unseren Theaterprojekten immer auch Theaterfiguren, Bilder und Objekte eine entscheidende Rolle: als Übersetzer, die etwas von innen nach außen bringen können - von mir zu dir.
Selbstgeschaffene Figuren, Masken und Bilder werden zu Trägern und Vermittlern eines eigenen Anliegens, das an diesen künstlerischen Gegenständen erwacht und durch sie zum Ausdruck kommt.

TEXT

Notiz voneinander zu nehmen ist der Anfang. Jedes fallen gelassene Wort kann weiter führen – ins Gespräch und ins gemeinsame Gestalten. Wörtliche Mitschriften sind ein elementarer Bestandteil der KOBArbeit und die Grundlage der entstehenden künstlerischen Arbeiten.

A. und J. kommen in den Probenraum, ihr Pausengespräch lauthals weiterführend.
A. beschimpft J. als Hurensohn.
Susa schreibt das in ihr Notizbuch, in dem sie den Text festhält, der für das Stück gebraucht werden könnte.
A. unterbricht erstaunt das Gespräch: „Krass! Die hat aufgeschrieben wie ich Hurensohn gesagt hab! Die nehmen alles voll ernst!“
In dasselbe Notizbuch wird kurz darauf von einem anderen Schüler spontan ein Gedicht diktiert, nachdem er zunächst sicher war, „an diesem beschissenen Tag überhaupt keinen Kopf für so einen Scheiß“ zu haben.
Was gesagt wird, gleich-gültig was es ist und wer es sagt, ist nötiger Bestandteil des künstlerischen Entstehungsprozesses.
Jeder Hurensohn und jedes Gedicht.

MUSIK

Was bedeutet Theater für dich?
„Musik! Weil ohne Musik funktioniert das nicht.“ (Alessandro, Kl. 9)

Wenn die Tür offen und ein Geräusch zu hören ist, gehen die Ohren über die Schwelle und es lässt sich erleben, was alles klingen und gelingen kann!
Scheinbar einfache Geräuschemacher und Klangbringer machen erstaunliche Musik. Und auch ein komplexes Instrument wie das Cello kann unerwarteterweise direkt zugänglich sein. Ohne ein einziges Wort über Noten oder Spieltechnik verloren zu haben, ist es möglich, das Instrument zum Klingen zu bringen, es zu Ohren kommen zu lassen.
Im improvisierenden Zusammenspiel gelingt „etwas Schönes auf Anhieb“.

INSZENIERUNG

Die Theaterbühne ist ein Raum, in dem alles möglich wäre.
Ein Raum, in dem Vor-Urteile, Vor-Schriften und auch Gesetze nicht dieselbe Kraft haben, wie im Alltag. Sie können umgesetzt, neu gesetzt oder auch ent-setzt werden.
Auf der Bühne kann der Bettler König sein und umgekehrt, um es in einem Märchenbild zu sagen.
Deswegen ist das Theater so gut geeignet, um etwas Neues zu erproben.
Eigentlich probieren wir auf der Bühne immer mögliche Formen von Zukunft aus.


Stimmen

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